Die Aichtalbrücke auf der B312 muss neu gebaut werden – darüber sind sich alle einig. Doch die vom Land Baden-Württemberg geplante Methode sorgt für massiven Widerstand in der Region: Ein Abriss der bestehenden Brücke mit anschließendem Neubau an gleicher Stelle würde eine Vollsperrung von mindestens 14 Monaten bedeuten. Der BDS Aichtal e.V. sagt: Das geht auch anders – und hat deshalb eine breit angelegte Kampagne gestartet.
Warum wir handeln
Die B312 ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen der Region. Täglich fahren über 30.000 Fahrzeuge, darunter rund 1.700 Lkw, über die 1.161 Meter lange und 27 Meter breite Brücke. Eine Vollsperrung würde den gesamten Verkehr auf Umleitungsstrecken durch Wohngebiete zwingen – mit verheerenden Folgen für Pendler, Rettungskräfte, den öffentlichen Nahverkehr und natürlich für die lokale Wirtschaft.
Als Bund der Selbstständigen vertreten wir die Interessen der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Aichtal. Viele unserer Mitglieder sind direkt betroffen: Kunden bleiben aus, Lieferketten werden unterbrochen, Mitarbeiter kommen nicht mehr zur Arbeit. Die wirtschaftlichen Schäden einer 14-monatigen Vollsperrung wären enorm – und sie treffen vor allem die, die ohnehin schon unter schwierigen Bedingungen arbeiten.
Die Fakten auf einen Blick
- Die Brücke aus dem Jahr 1960 muss aufgrund von Tragfähigkeitsdefiziten ersetzt werden
- Über 30.000 Fahrzeuge und 1.700 Lkw nutzen die B312 täglich
- Geplante Vollsperrung: mindestens 14 Monate
- Baubeginn voraussichtlich 2028
- Mehrkosten eines Parallelbaus: geschätzt 10–12 Mio. Euro
Unsere Forderung: Parallelbau unter Verkehr
Der BDS Aichtal fordert, dass der Neubau so geplant wird, dass der Verkehr auf der Bundesstraße so weit wie möglich aufrechterhalten bleibt. Konkret schlagen wir einen Parallelbau vor: Die neue Brücke wird neben der bestehenden errichtet, anschließend an die Straße angebunden, und erst dann wird das alte Bauwerk abgerissen. Moderne, modulare Bauverfahren machen dies technisch möglich.
Das Land argumentiert mit Mehrkosten von 10 bis 12 Millionen Euro und Eingriffen in geschützte FFH-Mähwiesen. Der BDS hält dem entgegen: Die volkswirtschaftlichen Kosten einer 14-monatigen Vollsperrung – Umsatzeinbußen, Pendlerzeitverlust, Schäden an Ausweichstrecken, Belastung der Anwohner – dürften diese Summe bei weitem übersteigen. Auch der FDP-Landtagsabgeordnete Dennis Birnstock hat in einer Kleinen Anfrage ans Verkehrsministerium gezeigt, dass ein Planfeststellungsverfahren für einen Parallelneubau unter bestimmten Voraussetzungen entfallen könnte.
Die Petition – Jetzt unterschreiben!
Der BDS Aichtal hat auf OpenPetition eine offizielle Petition gestartet, die sich an das Land Baden-Württemberg und die zuständigen Behörden richtet. Das Ziel: 5.000 Unterschriften. Die Petition ist noch mehrere Wochen offen und jede Stimme zählt.
Keine 14-monatige Vollsperrung – Ja zum Parallelbau!
Setzen Sie ein Zeichen für eine verantwortungsvolle Lösung, die unsere Region nicht abschneidet.
Unterstützen Sie die Petition und teilen Sie den Aufruf in Ihrem Netzwerk.
Was Sie noch tun können
Teilen Sie die Petition in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis. Sprechen Sie mit Ihren Nachbarn, Kollegen und Geschäftspartnern. Folgen Sie dem BDS Aichtal auf Instagram (@bds_aichtal) und Facebook (BDS Aichtal) für aktuelle Informationen zur Kampagne. Je mehr Menschen sich beteiligen, desto stärker wird das Signal an die Landesregierung.
Wir stimmen nicht gegen die Brücke – wir stimmen für eine Lösung, die Verantwortung für die Menschen und die Zukunft unserer Region übernimmt.